Was einen DJ von einer Band unterscheidet
Der größte Unterschied liegt in der Art, wie die Musik entsteht. Ein DJ spielt Aufnahmen von Datei oder Platte und mischt sie live zusammen. Eine Band spielt selbst, mit Instrumenten und Gesang. Daraus folgt fast alles andere.
Die Tabelle stellt DJ, Band und eigene Playlist bei sechs Punkten gegenüber. Nur die Frist von 6 Wochen für die Titelliste nach der Feier ist eine feste Zahl, alles andere hängt von Ihrem Angebot ab.
| Punkt | DJ | Band | Eigene Playlist |
|---|---|---|---|
| Pausen | Keine nötig, die Musik läuft durch | Ja, zwischen den Auftritten braucht die Band Pausen | Keine, solange jemand die Titel auswählt |
| Musikauswahl | Sehr große Auswahl, auch spontane Wünsche | Vor allem die Stücke, die die Band eingeübt hat | Was auf Ihrer Liste steht |
| Platzbedarf | Ein Tisch für Pult und Boxen | Deutlich mehr, für Instrumente, Verstärker und oft eine Bühne | Eine Box und ein Abspielgerät |
| Kosten | Meist niedriger als bei einer Band | Meist höher, weil mehrere Musiker bezahlt werden | Am niedrigsten, dafür mit Aufwand für Sie |
| Technik am Abend | Betreut der DJ | Betreut die Band | Betreut jemand aus Ihrem Umfeld |
| Titelliste an die GEMA nach der Feier | Nicht nötig | Bei einer angemeldeten öffentlichen Feier innerhalb von 6 Wochen | Nicht nötig |
Die Pausen sind der Punkt, den viele Paare unterschätzen. Live-Musiker müssen sich ausruhen, und in dieser Zeit muss trotzdem Musik laufen, sonst leert sich die Tanzfläche. Fragen Sie eine Band deshalb, wie oft sie pausiert und ob in den Pausen Musik vom Band läuft.
Eine Zahl für die Kosten lässt sich nicht pauschal nennen. Sie hängt von Ort, Dauer und Besetzung ab, bei einer Band vor allem von der Zahl der Musiker. Die Spanne für einen Hochzeits-DJ mit allen Posten steht im Artikel über die Kosten eines Hochzeits-DJs. Bitten Sie eine Band um ein Angebot mit festem Preis, das Aufbau, Technik und Spielzeit enthält.
Wo eine eigene Playlist an Grenzen stößt
Eine eigene Playlist ist die günstigste Lösung. Sie brauchen eine Box mit genug Leistung für den Raum, ein Abspielgerät und eine Liste, die Sie vorher zusammenstellen. Für eine kleine Feier im Wohnzimmer oder im Garten reicht das oft aus.
Die Grenzen zeigen sich am Abend selbst. Jemand muss die Lautstärke regeln, Lieder überspringen, Wünsche annehmen und im richtigen Moment den Tanz einleiten. Diese Person feiert dann nicht mit. Bei Reden, Essen und Eröffnungstanz muss sie außerdem wissen, wann die Musik ausgeblendet wird. Ein DJ übernimmt genau diese Aufgabe.
Auch die Technik ist ein Risiko. Eine kleine Box, die im Garten reicht, wird in einem großen Saal schnell zu leise, und ein leerer Handyakku beendet die Musik mitten im Tanz. Den Ausfall spüren dann Sie und niemand sonst.
Rechtlich ist die eigene Playlist bei einer privaten Feier meist unproblematisch. Eine Feier mit persönlich eingeladenen Gästen ist nicht öffentlich, deshalb fällt keine GEMA-Gebühr an. Prüfen Sie trotzdem die Nutzungsbedingungen Ihres Streaming-Dienstes, wenn Sie ihn für die Feier nutzen.
Wie sich DJ und Band bei der GEMA unterscheiden
Bei einer privaten Hochzeit mit persönlich eingeladenen Gästen müssen Sie weder für einen DJ noch für eine Band noch für eine Playlist etwas bei der GEMA anmelden. Ohne Öffentlichkeit gibt es keine GEMA-Gebühr. Öffentlich wird eine Feier erst, wenn auch Menschen kommen können, die weder Sie noch die anderen Gäste persönlich kennen.
Wird die Feier doch öffentlich, etwa durch offene Werbung oder Eintrittskarten, zahlen Sie für DJ und Band nach derselben Preistabelle. Sie beginnt bei 30,40 Euro netto je Veranstaltung für einen Raum bis 100 Quadratmeter. Für Musik von Datei oder Platte heißt der Tarif M-V, für Live-Musik heißt er U-V, und die Beträge sind in beiden gleich.
Der Unterschied liegt in der Pflicht danach. Bei Live-Musik muss der Veranstalter der GEMA eine Liste der gespielten Titel schicken, die sogenannte Setlist, spätestens sechs Wochen nach der Feier. Kommt sie zu spät, berechnet die GEMA 10 Prozent der Gebühr zusätzlich. Wer nur einen DJ mit Musik von Datei oder Platte auflegen lässt, muss diese Liste nicht abgeben.
Ob Ihre Feier privat bleibt, entscheidet der Gästekreis, nicht der Anlass. Die ausführliche Prüfung für Ihren Fall steht im Artikel über die GEMA-Gebühren bei der Hochzeit.
Wann DJ, Band oder Playlist zu Ihnen passt
Die Wahl hängt weniger von der Musik als von Ihrer Feier ab. Zwei Fragen genügen, um die passende Lösung zu finden.
Soll während der Feier Live-Musik gespielt werden?
Ist in Ihrem Saal genug Platz für Instrumente und Verstärker?
Dann passt eine Band. Fragen Sie nach den Pausen und nach der Musik in den Pausen.
Dann passt ein DJ, wenn gewünscht ergänzt um einen einzelnen Musiker für die Trauung.
Ist jemand aus Ihrem Umfeld bereit, den ganzen Abend die Technik zu betreuen?
Dann reicht eine eigene Playlist. Planen Sie eine zweite Musikquelle für den Notfall ein.
Dann passt ein DJ. Er übernimmt Technik, Übergänge und die Wünsche der Gäste.
Möglich ist auch eine Mischung: Ein Live-Musiker begleitet die Trauung, ein DJ den Abend. Die Titelliste für die GEMA betrifft dann nur den Live-Teil, und auch das nur, wenn die Feier angemeldet war.
Häufige Fragen
Ist ein DJ günstiger als eine Band für die Hochzeit?
Ein DJ ist meist günstiger als eine Band, weil bei ihm eine Person bezahlt wird und bei der Band mehrere Musiker. Wie viel genau, hängt von Dauer, Ort und Besetzung ab. Vergleichen Sie Angebote mit gleichen Leistungen, also mit Aufbau, Technik und Spielzeit.
Braucht eine Hochzeitsband Pausen?
Ja, eine Hochzeitsband braucht Pausen, weil Live-Musiker nicht durchgehend spielen können. Ein DJ kommt dagegen ohne Pause aus. Fragen Sie die Band, wie oft sie pausiert und ob in den Pausen Musik vom Band läuft.
Reicht eine eigene Playlist für die Hochzeit?
Eine eigene Playlist reicht für eine kleine, private Hochzeit, wenn jemand die Technik und die Übergänge übernimmt. Für Einzug, Reden und Eröffnungstanz muss die Musik im richtigen Moment starten und enden. Ein DJ übernimmt das, bei einer Playlist macht es einer Ihrer Gäste.
Muss ich bei einer Hochzeitsband eine Setlist bei der GEMA einreichen?
Bei einer Hochzeitsband nur, wenn Ihre Feier eine öffentliche, bei der GEMA angemeldete Veranstaltung war. Dann muss der Veranstalter spätestens sechs Wochen nach der Feier eine Liste der gespielten Titel schicken. Bei einer privaten Hochzeit mit persönlich eingeladenen Gästen gibt es weder Anmeldung noch Liste. Ein reines DJ-Set braucht die Liste ebenfalls nicht.
Braucht eine Hochzeitsband mehr Platz als ein DJ?
Ja, eine Hochzeitsband braucht deutlich mehr Platz als ein DJ, weil Instrumente, Verstärker und oft eine Bühne hinzukommen. Ein DJ kommt mit einem Pult und seinen Boxen aus. Wie viel Fläche die Band braucht, hängt von der Zahl der Musiker ab, fragen Sie danach, bevor Sie den Saal festlegen.
