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DJ-Controller mit Kopfhörern, Notizblock und einem kleinen Stapel Münzen auf einem Holztisch, Symbolbild für den DJ-Kostenrechner

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DJ-Kostenrechner für Ihre Feier

Was kostet ein DJ neben der Gage? Der Rechner nennt die GEMA-Gebühr und die Künstlersozialabgabe. Für eine öffentliche Feier in einem Raum bis 100 Quadratmeter ohne Eintritt verlangt die GEMA mindestens 30,40 Euro netto. Eine private Hochzeit mit persönlich eingeladenen Gästen braucht keine GEMA-Anmeldung. Eine Gage nennt der Rechner nicht.

GEMA-Mindestgebühr, Raum bis 100 Quadratmeter
30,40 Euro netto
GEMA, Vergütungssätze M-V, Abschnitt II.1, Stand 1. April 2026
Aufschlag für Feiern über 8 Stunden
25 Prozent je weitere 2 Stunden
GEMA, Vergütungssätze M-V, Abschnitt I.2, Stand 1. April 2026
Abgabesatz der Künstlersozialkasse 2026
4,9 Prozent des Honorars
Künstlersozialkasse, Abgabesatz 2026, Stand 1. Januar 2026

6 Hinweise zu GEMA und Künstlersozialabgabe beim DJ

  • Die GEMA-Beträge stammen aus dem Tarif M-V der GEMA, gültig ab 1. April 2026. Alle Beträge sind netto, dazu kommen 7 Prozent Umsatzsteuer.
  • Eine private Feier im geschlossenen Kreis kostet keine GEMA-Gebühr, weil die Musik nicht öffentlich gespielt wird. Deshalb kennt der Tarif dafür keine Position, und einen Pauschalvertrag für Hochzeiten gibt es nicht.
  • Die GEMA meldet an, wer die Feier organisiert. Nach Angabe der GEMA ist das normalerweise nicht der DJ, außer er ist zugleich Veranstalter.
  • Die Künstlersozialabgabe beträgt 4,9 Prozent des Honorars. Sie zahlt der Auftraggeber zusätzlich zur Gage, nicht der DJ. Sie fällt erst ab 1.000 Euro Honorarsumme im Jahr an, und bei höchstens 3 Veranstaltungen im Jahr entfällt sie.
  • Ob die Abgabe bei Ihrer Feier anfällt, entscheidet die Künstlersozialkasse im Einzelfall. Der Rechner zeigt nur, wie hoch sie wäre.
  • Eine Gage nennt der Rechner nicht. Feste Preisvorschriften gibt es in Deutschland nur für einzelne gesetzlich geregelte Berufe, und DJs gehören nicht dazu.
1. Was kostet die GEMA für Ihre öffentliche Feier?

Das gilt nur für öffentliche Feiern. Eine private Feier im geschlossenen Kreis kostet keine GEMA-Gebühr.

GEMA-Gebühr: 60,80 Euro netto, 65,06 Euro mit Umsatzsteuer

Für 200 Quadratmeter verlangt die GEMA mindestens 60,80 Euro. Ihr Eintrittsgeld von 0,00 Euro netto liegt unter der Schwelle von 1,69 Euro, dafür kommt nichts dazu. Netto ergibt das 60,80 Euro, mit 7 Prozent Umsatzsteuer 65,06 Euro.

Die GEMA meldet und zahlt der Veranstalter, nicht der DJ. Der Tarif kennt außerdem eine Obergrenze: Die Gebühr soll nicht höher sein als 11,89 Prozent der Eintrittseinnahmen. Diese Grenze rechnen wir nicht ein, denn sie hängt von der echten Besucherzahl ab und von Bedingungen, die wir nicht vollständig belegen konnten. Eine erfundene Obergrenze wäre schlechter als keine.

2. Welche Abgabe kommt auf das Honorar des DJs?

4,9 Prozent auf 0,00 Euro wären 0,00 Euro zusätzlich zum Honorar. Die Honorare des Jahres liegen unter der Grenze von 1.000,00 Euro. Gezählt wird die Summe aller Aufträge des Jahres, dieser Betrag allein sagt also noch nichts. Unabhängig davon entfällt die Abgabe, wenn im Kalenderjahr nicht mehr als 3 Veranstaltungen mit künstlerischen Darbietungen stattfinden.

Ob ein DJ als Künstler gilt, entscheidet sich nach seiner Tätigkeit, nicht nach seiner Berufsbezeichnung. Nach der Rechtsprechung reicht es nicht, ein Musikprogramm zusammenzustellen und mit verbindenden Ansagen abzuspielen. Künstlerisch wird die Tätigkeit erst, wenn der DJ Musikstücke mit technischen Hilfsmitteln zu neuen Klangbildern mischt, die eine eigene Schöpfung sind. Die Künstlersozialkasse entscheidet das im Einzelfall. Der Rechner zeigt deshalb nur, wie hoch die Abgabe wäre, und sagt nicht, dass sie anfällt.

Eine Gage schlägt der Rechner nicht vor. Für DJs gibt es keine Honorarordnung, und für Veranstaltungstechnik ebenso wenig. Das Honorarfeld ist nur eine Eingabe, damit die Abgabe gerechnet werden kann.

So berechnet die GEMA ihre Gebühr nach Raumgröße

Die GEMA-Gebühr hängt von zwei Größen ab: von der Fläche des Raumes und vom Eintrittsgeld. Die Fläche wird von Wand zu Wand gemessen, einschließlich Ein- und Aufbauten sowie Emporen und Balkonen. Das Eintrittsgeld zählt netto, also ohne Umsatzsteuer. Die Sätze gelten für eine Feier von bis zu acht Stunden. Für jede weiteren zwei Stunden kommen 25 Prozent der Grundgebühr dazu. Bei geladenen Gästen ohne Eintritt, etwa bei Firmenjubiläen und Empfängen, rechnet der Tarif mit einer angenommenen Raumgröße von 100 Quadratmetern je 150 Gäste und mit den Netto-Kosten für die Musik, ausdrücklich einschließlich der DJs, geteilt durch die Gästezahl. Alle Beträge sind netto, dazu kommt die Umsatzsteuer.

Die Mindestgebühr steigt von 30,40 Euro für einen Raum bis 100 Quadratmeter auf 152,00 Euro für einen Raum bis 500 Quadratmeter, jeweils netto und bis 1,69 Euro Eintritt. Je weiterer Eintrittsstufe kommen 8,70 Euro bis 43,50 Euro dazu.

5 Raumgrößen laut Vergütungssätze M-V, Version 21, gültig ab 1. April 2026, sortiert nach Größe. Alle Beträge netto. Über der letzten Stufe kommen je angefangene weitere hundert Quadratmeter 30,40 Euro Grundgebühr und 8,70 Euro je Eintrittsstufe hinzu.
Größe des RaumesMindestgebühr, bis 1,69 Euro EintrittJe weitere 0,85 Euro Eintritt
bis 100 qm30,40 Euro8,70 Euro
bis 200 qm60,80 Euro17,40 Euro
bis 300 qm91,20 Euro26,10 Euro
bis 400 qm121,60 Euro34,80 Euro
bis 500 qm152,00 Euro43,50 Euro

Die Künstlersozialabgabe trifft den Auftraggeber, nicht den DJ

Die Abgabe zahlt das Unternehmen, das einen selbstständigen Künstler beauftragt, zusätzlich zum Honorar an die Künstlersozialkasse. Sie fällt erst an, wenn die Honorare eines Kalenderjahres zusammen die Grenze von 1000 Euro übersteigen. Unabhängig davon entfällt sie, wenn ein Unternehmen im Kalenderjahr nicht mehr als drei Veranstaltungen mit künstlerischen Darbietungen durchführt. Der Satz ist von 5,0 Prozent im Jahr 2025 auf 4,9 Prozent im Jahr 2026 gesunken.

Fundstelle: Paragraf 24 Absatz 2 KSVG, Künstlersozialabgabe-Verordnung. Abgabesatz seit 1. Januar 2026: 4,9 Prozent.

Der Rechner nennt keine Gage und ersetzt keine Rechtsberatung

Er nennt keine Gage und keinen Preis für Technik. Für DJs gibt es weder eine amtliche noch eine verbindliche Honorarordnung eines Verbands. Feste Preisvorschriften kennt das deutsche Recht nur für einzelne gesetzlich geregelte Berufe, und selbst dort sind sie zurückgegangen: Die Mindest- und Höchstsätze der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure hat der Europäische Gerichtshof 2019 für unvereinbar mit dem EU-Recht erklärt. Eine DJ-Leistung wird frei vereinbart. Auch für Veranstaltungstechnik, Licht und Ton gibt es keine amtlichen Preise.

Er sagt auch nicht, ob in Ihrem Fall Künstlersozialabgabe anfällt, sondern nur, was sie betragen würde. Eine Auskunft der GEMA und eine Rechtsberatung ersetzt er nicht: Der Tarif M-V hat mehr Regeln, als ein Rechner abbilden kann.

Woher die Zahlen stammen

  • GEMA, Vergütungssätze M-V für die Wiedergabe von Tonträgern bei Veranstaltungen, Version 21, gültig ab 1. April 2026, Quelle, abgerufen am 12. September 2026.
  • GEMA, Wer meldet eine Veranstaltung an. Zum DJ heißt es dort, er sei normalerweise nicht Veranstalter, außer er ist es zugleich, Quelle, abgerufen am 12. September 2026.
  • Paragraf 15 Absatz 2 und 3 Urheberrechtsgesetz, Recht der öffentlichen Wiedergabe und Begriff der Öffentlichkeit, Quelle, abgerufen am 12. September 2026.
  • Paragraf 24 Absatz 2 Künstlersozialversicherungsgesetz, Abgabepflicht, Bagatellgrenze und Drei-Veranstaltungen-Ausnahme, Quelle, abgerufen am 12. September 2026.
  • Künstlersozialkasse, Abgabesatz 2026, Künstlersozialabgabe-Verordnung, Bundesgesetzblatt Teil I Nummer 220 vom 25. September 2025, Quelle, abgerufen am 12. September 2026.

Häufige Fragen

Kostet eine private Hochzeit GEMA-Gebühren?

Nein, für eine private Hochzeit mit persönlich eingeladenen Gästen fällt keine GEMA-Gebühr an. Nach Paragraf 15 Absatz 3 des Urheberrechtsgesetzes wird Musik nur dann öffentlich gespielt, wenn sie für viele Menschen bestimmt ist, die mit dem Gastgeber oder untereinander nicht persönlich verbunden sind. Deshalb kennt der Tarif M-V keine Position für Privatfeiern, und einen Pauschalvertrag für Hochzeiten gibt es nicht.

Wer meldet eine Feier mit DJ bei der GEMA an?

Bei der GEMA meldet an, wer die Feier organisiert und für die Musik verantwortlich ist, meist also der Veranstalter und nicht der DJ. Nach Angabe der GEMA ist der DJ normalerweise nicht Veranstalter, außer er ist es zugleich. Wer das im Vertrag anders regelt, sollte es ausdrücklich hinschreiben.

Was kostet die GEMA für eine öffentliche Feier bis 100 Quadratmeter?

Für eine öffentliche Feier in einem Raum bis 100 Quadratmeter ohne Eintritt verlangt die GEMA mindestens 30,40 Euro netto, dazu kommen 7 Prozent Umsatzsteuer. Bei größerem Raum oder Eintrittsgeld steigt die Gebühr. Dauert die Feier länger als 8 Stunden, kommen für je 2 weitere Stunden 25 Prozent der Grundgebühr dazu.

Wann muss ein Unternehmen für einen DJ die Künstlersozialabgabe zahlen?

Ein Unternehmen zahlt 4,9 Prozent des Honorars an die Künstlersozialkasse, wenn es einen selbstständigen Künstler beauftragt und die Honorare eines Jahres zusammen 1.000 Euro übersteigen. Bei höchstens 3 Veranstaltungen im Jahr entfällt die Abgabe. Ob ein DJ als Künstler gilt, entscheidet die Künstlersozialkasse im Einzelfall.

Muss der DJ selbst etwas an die GEMA zahlen?

Ja, aber etwas anderes als die Gebühr für die Feier. Wer Musik auf Laptop, USB-Stick oder CD kopiert, braucht dafür eine eigene Lizenz der GEMA (Tarif VR-Oe). Wer nur gekaufte Originaldateien abspielt, braucht sie nicht. Diese Lizenz hat mit der Gebühr für die Veranstaltung nichts zu tun und ersetzt sie auch nicht.

Ratgeber zu DJ-Kosten, GEMA und Künstlersozialabgabe